Band 152

Wissen und Lernen -
Was trägt die Informatik zum Unterricht bei
?


Dokumentation des Symposiums vom 22.-23.4.1999 ind Erfurt
veranstaltet vom Gesprächskreis Informatik (Gki)
(heute Strategiekreis Informatik I-12)

 

Herausgeber : Hans Nerlich, Martin Polke, Helmut Thoma
 
ATS 160,-/110,-

Abstract

Der "Gesprächskreis Informatik" (heute "Strategiekreis Informatik I-12") fordert in seiner Schrift "Informationskultur für die Informationsgesellschaft durch Bildungsinitiative Neue Medien" zu einer Neugestaltung der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten auf allen Bildungs-Ebenen auf. Er ist der Ansicht, daß verstärkt Konzepte der Informatik in die Fach-Didaktiken integriert werden müssen. Die Behandlung der Informatik als Lehrgegenstand oder der Einsatz von Computern als Lehrmittel sind zwar notwendig - angepaßt an die jeweils betrachtete Bildungs-Ebene. Beides ist für Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge, Studentinnen und Studenten aber niemals hinreichend, damit sie sich später in der Informationsgesellschaft sicher bewegen können. Dies gilt sinngemäß ebenfalls für die vorschulische Bildung sowie die berufliche und private Weiterbildung.

Mit dieser Forderung ist der Gesprächskreis Informatik in Wissensgebiete eingedrungen, die nicht der Informatik zugerechnet werden. Er hat deshalb mit Fachleuten dieser Gebiete zusammengearbeitet. In Erfurt hat man gemeinsam - in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt - am 22. und 23. April 1999 im Symposium "Wissen und Lernen - Was trägt die Informatik zum Unterricht bei?" die Frage vertieft, was die Informatik anderen Fachdisziplinen für den Unterricht im Bereich der Sekundarstufe bieten kann. Neben Informatikerinnen und Informatikern waren hierzu auch Vertreterinnen und Vertreter der Erziehungswissenschaften, Didaktik, Pädagogik, Schulpsychologie etc., aber auch der Politik, der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft eingeladen. Diese haben auf dem Symposium mit Hilfe der Metaplan-Technik in parallel arbeitenden Gruppen-Workshops, Ansätze und Konzepte der Informatik aus der Sicht des schulischen Bereiches der Sekundarstufe in einen Nutzen für Lehrgebiete und deren Didaktik umgesetzt.

Die Gruppen-Workshops befassten sich mit folgenden Aspekten: ·

Naturwissenschaftlicher / Mathematischer Unterricht ·
Fremdsprachlicher Unterricht ·
Berufsbildender Unterricht ·
Geisteswissenschaftlicher Unterricht ·
Deutschunterricht ·

Soziale Kompetenz im globalen Raum Verantwortlich für die Vorbereitung und die Durchführung dieser Gruppenarbeiten waren je ein Moderator sowie Fachexperten aus der Informatik und aus dem schulischen Bereich. Das Symposium endete mit der Annahme der in Erfurt erarbeiteten "Erfurter Resolution" durch die Teilnehmer.

Die vorliegende Dokumentation umfaßt zunächst einführende Vorträge, wobei der zweite Vortrag in dieser Dokumentation bereits zu einem Tagungsbericht erweitert wurde. Nach der "Erfurter Resolution" sind sodann die Arbeitsergebnisse der sechs Gruppen-Workshops zusammengetragen.