Band 111

Multimedia - Aufbruch in neue Lernwelten?

Anton Reiter

ISBN: 3-85403-111-4
Herausgeber: Anton Reiter
Erscheinungsjahr: 1998
ca. 200 Seiten, ATS 210,-/260,-

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 7
Anton Reiter
Innovation von Lehren und Lernen durch Multimedia, Hypermedia und Internet
15
Willi van Lück
Neue Bildungsziele, Neues Lernen und Neue Medien
59
Waltraud Schill
Das Internet im Deutschunterricht
73
Verena Giller/Manfred Tscheligi
Integration innovativer intaktiver Systeme in den Unterricht
89
Thomas Dietinger/Hermann Maurer
GENTLE (GEneral Networked Training and Learning Environment)
99
Margarete Grimus
Computer in der Grundschule - Multimedia und Telekommunikation
111
Gerhard Scheidl
Formen und Strukturen von Unterricht mit Neuen Medien
133
Ilse Schneidinger
Die CDROM im Deutschunterricht
159
Azzedine Ennagi
Besprechung der Courseware "Français 1" (Digital Publishing 1996)
167
Friederike Bobek-Kuchar
Besprechung von "Explorapedia - Die Welt der Natur" (Microsoft 1996)
175
Sibylle Schleifer
Besprechung von Multi Lingua INTENSIV Französisch (Systhema 1997)
183
Isabella Halwax
Besprechung von "Das 18.Jahrhundert - Wegbereiter der Zukunft"
(Acta Emme interactiv 1996)
189
Christoph Witek
Besprechung des "Bertelsmann English Language Trainer" (Bertelsmann 1997)
197
Autorenverzeichnis 203

Einleitung

Mit den Neuen Medien wird vielerorts die Erwartung geweckt, daß Lernen zukünftig motivierender, interessanter, aktiver, effektiver und auch konstruktiver werden wird. Dieser lerntheoreti-sche Paradigmenwechsel von einem im Informationszeitalter scheinbar überholten behavioristischen Lernansatz zum selbstgesteuerten, konstruktivistischen Lernen wird mit der Verfügbarkeit neuester Lern-CD-ROM-Titel und den Online-Informations- und Kommunikationmedien, wie beispielsweise dem Internet, begründet.

Unter diesem Motto stand die von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Com-paq Computer sowie dem Wirtschaftswissenschaftlichen Rechenzentrum veranstaltete Tagung "Multimedia - Aufbruch in neue Lernwelten?" am 16. 10. 1997.

Angesprochen waren LehrerInnen aller Schulformen und -fächer, die die Neuen Medien der Information und Kommunikation zusehends für Unterrichtszwecke nutzen sollen. Darüber hinaus sollte diese Enquete all jenen, die sich mit der Konzeption von computergestützten Ausbildungs-konzepten auseinandersetzen, wertvolle Anregungen für den Aufbau didaktischer Module bieten.

Die vorliegende Tagungsdokumenation beinhaltet die von den Vortragenden (Anton Reiter, Willi van Lück, Waltraud Schill, Verena Giller(Vortragende am 16. 10. 1997)/Manfred Tscheligi, Thomas Dietinger(Vortragende am 16. 10. 1997)/Hermann Maurer) überarbeiteten bzw. aktualisierten Referate sowie weitere Beiträge von engagierten SeminarteilnehmerInnen bzw. in laufende Multimedia-Projekte eingebundenen Personen (Margarete Grimus, Gerhard Scheidl, Ilse Schneidinger) sowie CD-ROM-Bewertungen von Azzedine Ennagi, Friederike Bobek-Kuchar, Isabella Halwax, Sibylle Schleifer und Christoph Witek, die im Rahmen des Seminars "Multimedia und Hypermedia im schulischen Einsatz" am Zentrum für das Schulpraktikum der Universität Wien entstanden.

Anton Reiter (Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten) erörtert in seinem Grundlagenbeitrag "Innovation von Lehren und Lernen durch Multimedia, Hypermedia und Internet" die bestimmenden Faktoren von Multimedia und der Datenfernübertragung im Hin-blick auf mögliche didaktische Einsatzfelder. Eine besondere Funktion kommt dabei dem Multimedia Personal Computer zu, der informations- und kommunikationstechnische sowie unterhaltungselektronische Elemente vereinigt. Zum multimedialen Symbol ist in den letzten Jahren die CD-ROM geworden, obgleich sie früher oder später durch die DVD (Digital Versatile Disk) mit einem Speichervolumen mit bis zu 17 GB ersetzt werden wird. Exemplarisch werden zwei CD-ROM-Titel besprochen, Sofies Welt und Encarta Enzyklopädie 97.

Die lerntheoretischen Grundlagen werden durch einen Exkurs in die konstruktivistische Episte-mologie (Ernst von Glasersfeld) dargelegt. Die pädagogische Antwort darauf ist der Wandel der klassischen Belehrungsschule zur offenen Lernwerkstatt. Herbeigeführt wurde die kognitive Wende vom Behaviorismus zum Konstruktivismus durch die Entwicklung des Hypertextkonzeptes, das in Kombination mit Multimediaelementen zum Hypermediabegriff erweitert wurde. Viele Pädagogen verbinden damit ein Revolutionierung unserer Lerngewohnheiten.

Die Darstellung des Internet als das bedeutendste Computer- und Datennetz der Welt mit seinen wichigsten Diensten (E-Mail, WWW, FTP, IRC), die für Zwecke des Lehrens und Lernens nutzbar gemacht werden können, bildet einen weiteren Baustein des Beitrages. Besonders das World Wide Web stellt ein riesiges, digital verfügbares Informationssystem dar und bildet gleichsam eine Multimedia-Wissensbasis. Von der Europäischen Kommission wird die Vernetzung der Schulen und der Einsatz von Multimedia im Unterricht gefordert. Aufgabe der Erziehungswis-senschaft ist es, auf eine kritische und verantwortungsbewußte Nutzung der Neuen Medien hin-zuführen. Medienkompetenz wird zu einer Schlüsselqualifiaktion im Informationszeitalter.

Willi van Lück (Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Nordrhein-Westfalen) verbindet in seinem Beitrag "Neue Bildungsziele, Neues Lernen und Neue Medien" die Evolution der Infor-mations-, Wissens- und Digitalgesellschaft mit dem Paradigma des neuen konstruktiven Lernens: "Lernen ist, wie wir heute wissen, ein eigenaktiver, entdeckender, kreativer, kommunikativer und zirkulärer, mentaler Prozess von Selbstorganisation, in dem Informationen in Wissen (rück)verwandelt werden und Wissensnetze neu aufgebaut, umgeordnet oder erweitert werden". Als erweiterte Kulturtechniken unterstützen hypermediale Systeme die bisherigen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Lesens und Schreibens. Lernen mit Neuen Medien basiert auf der konstruktivistischen Lerntheorie und auf den Ergebnissen von Kommunikationspsychologie und Hirnfor-schung. Multicodierung und Multimodalität verbessern die Verfügbarkeit des Wissens und för-dern das Interesse am Lerngegenstand.

Waltraud Schill (Institut für Germanistik der Universität Wien) stellt in ihrem Beitrag "Das In-ternet im Deutschunterricht" die begriffsgeschichtliche Entwicklung der Hypertext-Idee dar, die "zum Paradigma für nichtlineare Konstruktion von Sinn" geworden ist. Hypermedia, die multimediale Form von Hypertext, ermöglicht vielfältige Möglichkeiten zur Vermittlung und Repräsentation von Wissen wie etwa im Internet. Computernetze werden in das Spektrum von Lehr- und Lernmedien gereiht, die starre örtliche und zeitliche Grenzen aufheben. Die Argumente für den Einsatz des Internet im Deutschunterricht nehmen auf die E-Mail-Kommunikation, auf Mai-ling-Listen und Newsgroups sowie auf das Lesen und Schreiben mit Hypertext Bezug. Resümée der Autorin: Schulischer Unterricht kann durch Realitätsbezug und das Motivationspotential des Mediums aufgewertet werden.

Verena Giller und Manfred Tscheligi ("Center for Usability Research and Engineering" der Uni-versität Wien) beantworten in ihrem Gemeinschaftsbeitrag "Integration innovativer interaktiver Systeme in den Unterricht" die Frage, ob die "Neuen Medien helfen, das Lernen zu revolutionie-ren" mit einem prinzipiellen Ja. In lerntheoretischer Hinsicht spricht Multimedia mehrere Sinne an, sagen die Autoren. "Das Auge wird mittels Text, Bild, Grafik oder Animationen angespro-chen und die Ohren über akkustische Aufbereitungen (Sprache, Musik, Realgeräusche oder ab-strakte Töne)". Besonders durch die Veranschaulichungsmöglichkeit interaktiver Medien wird das Verständnis von Zusammenhängen und Abläufen erläutert. "Das Medium muß ein Werkzeug für den Schüler sein, ... Der Schüler ist Forscher, der entdeckt, modelliert und durch sein Tun lernt - nicht zu tun lernt!" Die Autoren belegen anhand zweier dargestellter Lernumgebungen (Model It, ChickScope) die Erfolgsfaktoren integrativer Projekte. Ihr Resümée: "Es zeigt sich, daß die neuen Lernmedien ein großes Potential in sich bergen, die Art und Weise des Lernens nachhaltig positiv zu beeinflussen".

Der in Englisch abgegebene Beitrag von Thomas Dietinger und Hermann Maurer (Institut für Informationsverarbeitung und Computergestützte Neue Medien der Technischen Universität Graz) mit dem Titel "GENTLE" (GEneral Networked Training and Learning Enviroment) be-schreibt ausführlich dieses auf Hyperwave basierende Web-Based-Training-System. Aus techni-scher Sicht ist der 1997 von "Byte-Magazine" mit dem "Best of Show Award" ausgezeichnete Hyperwave-Information-Server 2.0 ein mächtiges Such- und Navigationswerkzeug für das Internet (der Vorteil liegt z.B. im Management großer Datenmengen). GENTLE basiert nun auf einem Hyperwave-Server, setzt nur einen Java-Script-fähigen Web-Browser voraus und kann integrativ unterstützend in der Lehre, wie auch im Studium eingesetzt werden (integrierte Lernumgebung). Vortragende können damit ihre Vorlesungen gestalten, on-line verfügbar machen oder auch administrative Aufgaben mitübernehmen. Studenten werden umfangreiche Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Chatting) eröffnet. GENTLE läßt sich außerhalb des schulischen und universitären Einsatzes auch in der Wirtschaft (Weiterbildung) verwenden.

Ilse Schneidinger (HTL Wien 22) berichtet über das an ihrer Schule seit nunmehr 3 Jahren laufende Pilotprojekt "Mobile Computing unter Einsatz von CBT" und geht in ihrem Beitrag "Die CD-ROM im Deutschunterricht" auf einzelne Titel näher ein. Ihre vorgestellte Klassifikation in Rechtschreib- und Grammatikprogramme, CD-ROMs zur Informationsbeschaffung, CD-ROMs zur Literaturgeschichte, zu Autoren von Einzelwerken sowie CD-ROMs zu Schwerpunktthemen auf dem gesellschaftlichen oder kulturellen Bereich belegt die Autorin mit von ihr evaluierten und auch im Unterricht eingesetzten Titeln. Neben dem Off-Line-Bereich sieht Ilse Schneidinger auch in der Datenfernübertragung unter Nutzung des Internet zahlreiche neue didaktische Poten-tiale, die allerdings, sagt die Autorin einschränkend, auf der Eigeninitiative des Lehrers aufbauen und darüber hinaus auch mit einem großen Zeitaufwand verbunden sind.

Margarete Grimus (Pädagogische Akademie des Bundes in Wien 10) analysiert in ihrem Beitrag "Computer in der Grundschule - Multimedia und Telekommmunikation" das Nutzungspotential der Neuen Medien im Grundschulbereich. Einleitend schreibt die Autorin, die selber auf zwei Jahrzehnte pädagogische Erfahrung in der Datenverarbeitung zurückblickt: "Computer sind Teil der außerschulischen Erlebniswelt der Kinder. Die Kinder erleben den Computer vorwiegend als Spielpartner. Durch die Integration in den Unterricht kann der Computer als Lernmittel und Informationsmedium erfahren werden". Digitale Kompetenz und Medienkompetenz sollte, fordert die Autorin, im selben Alter wie die klassischen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen gelehrt werden. Margarete Grimus behandelt in der Folge Aspekte wie Multimedia ("Durch Multimedia hat der Computer eine wesentliche Erweiterung vom Arbeitsgerät zum Lerngerät erfahren"), Qualitätsbewertung bei Software ("Die Möglichkeit des Tests vor Kauf ist bei Soft-ware kaum gegeben"), Internet in der Grundschule über Vorschläge für eine adäquate Hardware-Ausstattung bis hin zur Lehreraus-, fort- und weiterbildung.

Gerhard Scheidl (Pädagogische Akademie des Bundes Wien X) stellt in seinem Beitrag "For-men und Strukturen von Unterricht mit neuen Medien" deren Effizienzfrage in den Mittelpunkt. Das Bildungswesen sei allerdings bis zum heutigen Tage gar nicht in der Lage, "sich den neuen Gegebenheiten anzupassen bzw. aktiv am Gestaltungsprozeß der informationellen Welt mitzuwirken." Der Autor sieht in Anlehnung an die Ausführungen von Willi van Lück in der kon-struktivistischen Lerntheorie eine Chance, die Eigenaktivität der SchülerInnen zu fördern. Einschränkend verweist Scheidl auf die Defizite an Hardware und Software in den Schulen, vor al-lem bei der Umsetzung der informationstechnischen Grundbildung in der 7. und 8. Schulstufe unter Bezugnahme auf die COMPED-Studie Anfang der 90er Jahre. Scheidl sieht in der Vernet-zung der Schulen "die Möglichkeit eines globalen Wissensaustausches." Um gerade die Infor-mationsflut des Internet einzudämmen, sind Selektionskriterien notwendig. Der Autor empfiehlt die Anwahl von Bildungsservern und führt als Beispiel den deutschen Bildungsserver an. Leitmotivisch geht Scheidl auf den Aktionsplan "Lernen in der Informationsgesellschaft" der Europäischen Kommission ein und fordert die Verankerung der Informations- und Kommunikati-onsmedien zukünftig in jedem Ausbildungsgang.

Azzedine Ennagi (Student der Anglistik/Amerikanistik und Französisch an der Universität Wien) bewertet die Courseware Français 1 von Digital Publishing. Seine grundlegenden Erkenntnisse formuliert der Autor wie folgt: "Lernerfahrungen, die vom Rechner geliefert werden, unterscheiden sich bedeutend von denen, die von konventionellen Unterrichtsmethoden vermittelt werden. Dieser Unterschied besteht vorwiegend in der Art der Interaktion zwischen Lernenden und Rechner, bzw. Lehrperson/Lehrbuch.

Beim computerunterstützten Lernen ist die lernende Person viel mehr im Mittelpunkt des Lern-prozesses, als bei herkömmlichen Methoden. Es ist der Lernende, der den Lernprozeß initialisiert und beendet, der das Tempo bestimmt und entscheidet, welche Richtung innerhalb eines Programms er verfolgt. Der Lernende ist ununterbrochen aktiv am Lernprozess beteiligt, weil der Rechner seine Aufmerksamkeit erfordert und dem Lernenden unmittelbar Feed-Back gibt. Auch der Rechner ist und bleibt eine Maschine. Er kann nicht auf die gleiche Weise mit Lernenden interagieren, wie das ein Mensch tun würde. Er kann nur reproduzieren, was die ProgrammherstellerInnen in ihm gespeichert haben. Er kann z.B. teilweise richtige Antworten nicht akzeptie-ren oder Verbesserungen für sie vorschlagen. Sinn einer Courseware-Bewertung ist es, sicherzustellen, daß Lernende nicht nur genaues und gut dargestelltes Material bekommen, sondern auch so leicht wie möglich mit dem Rechner interagieren können."

Der Autor bewertet die Inhalte- und Anweisungspräsentation von Français1, weiters die BenutzerInnenfreundlichkeit sowie den Erwerb der Fremdsprache Französisch durch das Programm. Azzedine Ennagi klassifiziert Français1 insgesamt mit gut.

Friederike Bobek-Kuchar (AHS-Lehrerin für Biologie und Informatik) bewertet das interaktive Nachschlagewerk Explorapedia für Kinder. "Das interaktive Naturlexikon liefert eine Fülle von Informationen, Bildern, Texte und Videos zu vielen Themen aus der Natur. Das Programm lädt ein zum Spiel, systematischen Forschen und Kennenlernen. Die Texte können vorgelesen und genau so wie die Bilder weiterverarbeitet, kopiert und ausgedruckt werden". Insgesamt überwie-gen nach Einschätzung der Autorin die Positiva (bspw. im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit, dem inhaltlichen Aufbau, dem Anforderungscharakter, Lenkung der Aufmerksamkeit) über gewisse Mängel (wie z.B. fehlende Lesezeichen, fehlende Mehrsprachigkeit, keine offenen Programmstrukturen, keine Selbstkontrolle, keine tolerante Texteingabe).

Sibylle Schleifer (Lehramtsstudentin für Mathematik und Französisch) präsentiert Multi Lingua INTENSIV für Französisch. Dieses für Anfänger konizipierte Lernprogramm ist in 15 Kapitel unterteilt, die sich mit Situationen des täglichen Lebens beschäftigen. Während die Autorin die abwechslungsreichen Übungen mit zahlreichen grammatikalischen Bezügen sowie die gelungene Mischung aus visuellen und audiellen Lernen hervorhebt, kritisiert sie das Fehlen von Lesezeichen und der Druckoption.

Isabella Halwax (AHS-Lehrerin für Geschichte und Mathematik) evaluiert die CDROM "Das 18.Jahrhundert - Wegbereiter der Zukunft". Vorgestellt werden dort 47 herausragende Persön-lichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Malerei, Musik, Philosophie und Literatur sowie Politik. Positiv bewertet die Autorin den überschaubaren Bildschirmaufbau, die Benutzerfreundlichkeit, die verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten sowie die multimedialen Elemente des Pro-gramms, negativ die nicht ausschaltbare Hintergrundmusik, die fehlenden Quellenangaben und die nicht verfügbare Druckoption.

Christoph Witek (Lehramtsstudent für Englisch und Französisch) stellt den "Bertelsmann - Englisch language trainer 2" vor. In seiner sehr präzisen Analyse nach den Kriterien Installation und Handhabung, Design und Struktur, Möglichkeiten und Grenzen sowie didaktische Benutzbarkeit klassifiziert der Autor das Lernprogramm schließlich mit Nicht Genügend. Gründe dafür sind seiner Meinung nach inkompetente Textfelder, schlechte Tonqualität der aufgenommenen Sprachsequenzen, keine Druckoption u.a.m.

Das Seminar "Multimedia - Aufbruch in neue Lernwelten?" hat inzwischen auch dazu beigetra-gen, dort eingebrachte Vorschläge und Ideen umzusetzen, wie bspw. das vom BMUK initiierte und seit Dezember 1997 an vier Wiener Volksschulen laufende, auf 5 Semester ausgedehnte Evaluationsprojekt "Neue Medien in der Grundschule", in dessen Mittelpunkt der Einsatz und die Bewertung von Multimedia im Regelunterricht sowie Aktivitäten im Internet (Aufbau schuleigener Homepages, E-Mail-Partnerschaften und Teilnahme an der internationalen Schreibwerkstatt) stehen.

Dr. Anton Reiter
Wien, im Mai 1998